
Die Lauschaer Glassymposien bilden keine lose Veranstaltungsfolge, sondern eine sich wandelnde Praxis des Arbeitens, Austauschs und Sammelns. Künstlerinnen und Künstler kamen nach Lauscha, um an Ofen oder Lampe zu arbeiten, Werke zu zeigen und einen Teil ihrer Ergebnisse dem Museum zu überlassen.
Von 1980 bis 1989 trugen der Verband Bildender Künstler der DDR und die Farbglashütte Lauscha die Reihe im Dreijahresrhythmus: 1980, 1983, 1986 und 1989. Material, Technik und Arbeitsbedingungen waren institutionell organisiert; die Symposien verbanden Produktion, Ausstellung und Dokumentation.
Nach einer Unterbrechung übernahm der Förderkreis des Museums für Glaskunst Lauscha e.V. 1997 die Organisation neu und öffnete das Format international.
1999 folgte ein Treffen mit Schwerpunkt Lampenglas.
2004 führte das VII. Symposium „Hot Glass and Flame Work“ Ofen- und Lampenglas wieder zusammen – getragen von Förderkreis, Farbglashütte, Kunstglasbläserinnung und Museum.
So wurde der Förderkreis vom Unterstützer zum eigenständigen Kulturveranstalter: Internationale Einladung, Workshops, Ausstellungen, Kataloge und Objektübernahmen erweiterten die Museumssammlung und verankerten Lauscha im europäischen Studioglasnetzwerk. Zur späteren Jubiläumsarbeit zählt das Projekt „50 Jahre Studioglas in Europa – Impulse aus Lauscha“.
