Das Museum für Glaskunst in Lauscha wurde nie nur von Verwaltung und Fachpersonal getragen. Schon früh gab es bürgerschaftliche Unterstützung: Rückblickende Vereinsunterlagen nennen einen Museumsverein von 1925 und einen Museumsbeirat, der nach 1953 die Arbeit begleitete. Eine lückenlose rechtliche Kontinuität bis heute ist damit nicht belegt – wohl aber eine wiederkehrende Idee: Das Glasmuseum braucht ein Umfeld außerhalb der unmittelbaren Museumsverwaltung.
Der heutige Förderkreis entstand 1991. Am 12. Oktober gründeten 36 Mitglieder den Verein im Kulturhaus Lauscha; die Satzung datiert auf denselben Tag. 1992 folgten notarielle Anmeldung und Eintragung – der Verein wurde rechtsfähig. Zur Gründungskoalition gehörten beispielhaft Museumsfachlichkeit, regionale Glasindustrie und künstlerische Praxis.
Der Satzungszweck war von Anfang an breiter als reine Geldbeschaffung: Erhaltung und Pflege, wissenschaftliche Auswertung und bessere Voraussetzungen für eine moderne museale Darstellung des Lauschaer Glases. Mitgliedschaft steht natürlichen und juristischen Personen offen.
In den ersten Jahren wuchs der Verein rasch und rückte ab Mitte der 1990er Jahre konkrete Museumsaufgaben in den Mittelpunkt. 1996/97 übernahm er die Organisation des internationalen Glassymposiums – und wurde vom Unterstützerkreis zum eigenständigen Kulturträger. Später kamen Standortfragen, Publikationen und weitere Projekte hinzu.
So führt eine Linie von früher Museumsförderung zur Arbeit des heutigen Förderkreises: Schutz der Sammlung, Entwicklung des Museums und Öffnung für Bürgerinnen und Bürger, Kunstschaffende und Partner in der Region.
